4netzen: Alle können mitmachen?! Wege zu mehr Inklusion – Good Practice Austausch (04.05.2026)

Am 04.05. fand die erste 4netzen Veranstaltung der Good-Practice-Reihe dieses Jahr im Haus des Engagement statt. Die Good Practice Reihe stellt gute Beispiele von Freiburger Initiativen und Vereinen vor, von denen andere lernen können und die einen Impuls für Erfahrungs- und Praxisaustausch auf Augenhöhe bieten.

Das Thema: „Alle können mitmachen?! Wege zu mehr Inklusion – ein Good Practice Austausch“

Am Beispiel von beneFit e.V. aus Freiburg beschäftigten wir uns mit folgenden Fragestellungen

  • Wie können wir unsere Teams und Aktivitäten vielfältiger und inklusiver gestalten? Was braucht es, damit sich möglichst viele Menschen eingeladen fühlen – und Hürden zum Mitmachen abgebaut werden?
  • Beispiele, praktische Tools und Tipps für Planung, Sprache und sichere Räume
  • klare, barrierefreie Kommunikation, gute Planung und einladende Abläufe
  • wo erreichen wir Zielgruppen, die wir sonst nicht erreichen?

Nach einer kurzen Kennenlernrunde mit Vernetzungskarussel gab uns Theresa Wießmann von beneFit e.V. einen Einblick, wie beneFit sich auf die Reise gemacht hat, um Inklusion im Sport zu fördern.

Den Orientierungsrahmen für die Arbeit von beneFit für mehr Inklusion bietet eines der 17 UN-Entwicklungsziele (SDG 10), in dem es u.a. heißt: Alle Menschen sollen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Herkunft oder sozialem und wirtschaftlichem Status – gleiche Möglichkeiten haben.

Die wichtigste Message von Theresa: wir sollten mit den Menschen ins Gespräch kommen, die wir erreichen möchten, um deren Barrieren und Hürden kennen zu lernen und zu verstehen – denn die können je nach Person sehr unterschiedlich sein. Nur, wenn wir die Hürden kennen, können wir uns auch gut überlegen, wie wir sie beseitigen können.

In lockeren Austauschrunden sind wir im Anschluss an den Vortrag den Fragen nachgegangen, welche Menschen wir erreichen möchten, die wir bisher nicht erreichen und welche nächsten Schritte wir gehen könnten, um in Zukunft inklusiver zu Arbeiten.

Die Ergebnisse reichten von: „wir fangen erstmal damit an, herauszufinden, welche Gruppe an Menschen wir mit unseren Angeboten besonders ansprechen möchten“, so dass wir ins Gespräch kommen können über „es braucht v.a. eine lernende Haltung und Kreativität“, dann können Angebote z.B. partizipativ und situativ (weiter-) entwickelt werden bis hin zu „Möglichkeiten für individuelle Startbegleitung, z.B. mit Tandems für Menschen mit Behinderungen schaffen, um Angebote kennen zu lernen“…

Die Veranstaltung war für viele der Teilnehmenden ein erster Schritt, zu reflektieren, welche gesellschaftlichen Gruppen im Team und bei den Angeboten noch unterrepräsentiert sind und sich Gedanken zu machen, wie sich das in Zukunft ändern kann.

Die Veranstaltung unserer 4netzen Reihe fand im Rahmen des Projektes „Engagierte Vielfalt“ statt. Das Projekt wird finanziert mit Mitteln der Postcode Lotterie.

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